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7. November 2014

(*gelesen*) Der Schwimmer




\\   Der Schwimmer   \\   Joakim Zander  \\   432 Seiten   \\   Broschiert   \\  Rowohlt Polaris   \\ Thriller   \\   2014   \\


Damaskus: Das Kind in seinen Armen hat hohes Fieber, atmet kaum noch. Im nächsten Moment explodiert eine Bombe: Die Frau, die er liebt, stirbt. Doch der Anschlag galt ihm. Dem amerikanischen Agenten. 


Brüssel: Im Haifischbecken der EU bewegt sich die schwedische Referentin Klara Walldéen mühelos. Doch dann begegnet sie Mahmoud wieder, einem erfolgreichen Politologen, ihrer großen Liebe. Er besitzt Informationen, die seinen Tod bedeutet können. Und auch Klaras.

Arkösund & Schären: Ihr Fluchtpunkt. Hier ist Klara aufgewachse. Hier gibt es Menschen, so rau wie die Natur. Auf die Verlass ist. Ganz gleich, wie hoch die Wellen schlagen. 

Langley: Der amerikanische Agent ist der Einzige, der Klara retten kann. Ein Mann, der bei seinen Einsätzen alles vergessen wollte: Vergangenheit. Schuld. Sein Kind, das er nie wiedergesehen hat. Und der der nur an einem Ort Ruhe findet. Im Wasser. Während er seine Bahnen schwimmt. Zug um Zug. 

20. März 2013

(*leserunde*) Die Rose von Darjeeling

Da kommt man nichtsahnend morgens ins Büro, richtet alles für den angehenden Arbeitstag her, verarztet schon mal im Voraus seine Kollegen und schlurft dann am ersten Kaffee lesend durch seine E-Mails und entdeckt vollkommen überraschend, dass man ein Leseexemplar für die Leserunde zu " Die Rose von Darjeeling" gewonnen hat! WOW!! Bin noch immer ganz sprachlos und freue mich total darüber!!


 Und wollt ihr wissen, worum es geht? Hier kurz die Inhaltsangabe:


 Zwei Freunde. Ein Schicksal. Eine Liebe, die nie vergeht …

Darjeeling in den Dreißigern. Kathryn, eine junge Engländerin voller Träume, lebt auf der Teeplantage ihres Vaters. Sie ist begeistert als zwei deutsche Reisende bei ihnen Halt machen: der attraktive Gustav, der Kontakte für seinen Teehandel knüpfen will, und sein bester Freund Carl, der auf der Suche nach einer neuen Rhododendrenart ist. Allem Widerstand zum Trotz folgt sie den jungen Männern auf ihre gefährliche Expedition in den Himalaya – und merkt dabei, wem ihr Herz gehört. Doch die Plantage ihres Vaters steht vor dem Ruin, und in Deutschland bricht der Krieg aus …


Dieser Roman von Sylvia Lott nimmt ebenfalls an der Lovelybooks-Aktion "Debütautoren 2013" teil.

Und wer von euch nun richtig neugierig geworden ist, der kann sich auf der dazugehörigen Homepage noch weitere Informationen zum Buch, zur Autorin sowie zu Lesungen (u. a. in Bremen, Potsdam und auf Borkum) erhalten.

Und wem das Buch gefällt und wer vielleicht gerne ebenfalls an der Leserunde gerne teilnehmen möchte, findet diese hier.

Viel Spaß beim Lesen!!

Euer Leseeulchen


12. März 2013

(*rezension*) Welfengold

(*rezension*) Welfengold

Der Kriminalroman "Welfengold" ist für mich nicht nur ein weiterer Debütroman für die Lovelybooks-Aktion "Debütautoren  2013", sondern auch mein allererster Krimi!



Autor: Rolf Aderhold
Blog des Autors: www.thrillerwerkstatt.wordpress.com

Paperback: 279 Seiten

Verlag: Gmeiner Verlag (1. Auflage; 4. Februar 2013)
Homepage des Verlages: www.gmeiner-verlage.de

Genre: Krimi & Thriller

EUR 9,99 (E-Book EUR 8,99)

- - > Leseprobe < - - 

 Bildquelle: www.gmeiner-verlag.de

Hannover 1966. Jarre Behrend ist Kunsthistoriker und Unternehmer für Abenteuertouren. Einer seiner ersten Kunden ist der britische Colonel Kendrick-Wales. Sein Vater hatte angeblich nach dem Zweiten Weltkrieg Teile des verschwundenen Welfenschatzes gefunden, kurz danach wurde er ermordet. Zusammen begeben sich Jarre und der Colonel auf die Suche nach den als verschollen geltenden Kostbarkeiten. Dabei werden ihnen viele Steine in den Weg gelegt, bis sie schließlich selbst in einen Hinterhalt geraten.

"Jarre war klar, dass es Wahnsinn wäre, sich allein den Attentätern entgegenzustellen, selbst mit einer Waffe in der Hand. Im Moment ging es nur um sein eigenes Leben, nichts sonst. Ohne sich umzusehen, sprintete er in den Wald, dorthin, wo er am dichtesten war. Getrieben von seinem unbändigen Überlebenswillen brach er durch das dichte Unterholz. Die Äste der Fichten schlugen ihm ins Gesicht, zerfetzten ihm die Haut und zerrissen seine Hose. Blut strömte aus seiner Schulter, der Schmerz war ungeheuer. Trotzdem preschte er ungestüm vorwärts, sprang über gefallene Bäume und bahnte sich einen Weg, wo vorher keiner gewesen war." (Seite 90)
Rolf Aderhold wurde in Hannover geboren und studierte Geschichte und Englische Literaturwissenschaft. Er war einige Zeit an der University of Bristol tätig und erhielt ebenfalls eine Lehrtätigkeit an der Universität von Hannover. Nachdem er sich bis dato theoretisch mit Thrillern und Kriminalromanen beschäftigt hatte, fing er selbst mit dem Schreiben an. So veröffentlichte er 2004 eine Kurzgeschichte im Sammelband der Storyolympiade, ebenfalls veröffentlichte er zwei Werk im Selbstverlag bis im Februar 2013 sein erster Kriminalroman "Welfengold" im Gmeiner Verlag erschien. (Quelle: www.thrillerwerkstatt.wordpress.com)

Hannover, 1966 - auch viele Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Vergangenheit nicht vergessen und viele Fragen ungeklärt, wie zum Beispiel die Frage nach dem Verbleib von Teilen des Welfenschatzes. Als der britische Colonel Kendrick-Wales auf Jarre Behrend zukommt und ihn um Hilfe bei der Recherche von ihm vorliegenden Informationen bittet, willigt dieser ein - ohne anfangs zu ahnen, wie prekär diese Informationen sind. Und nicht nur Jarre Behrend und Colonel Kendrick-Wales scheinen diese Informationen zu besitzen, denn ganz offensichtlich sind bereits andere Personen dabei, die Puzzleteile zusammenzufügen...

Das Buch überzeugt mit einer durchgängig erzählten Geschichte und einem flüssigen Schreibstil. Dabei wirft der Leser nicht nur einen Blick auf Jarre Behrendt, sondern erfährt ebenfalls die Entwicklungen aus Sicht der anderen Charaktere.

Was mir an dem Kriminalroman sehr gut gefallen hat und ihn letztendlich für mich interessant gemacht hat, sind die realen Schauplätze wie Braunschweig, Hannover, Clausthal-Zellerfeld, der Harz und ganz besonders Werk Tanne, von dem ich zum Beispiel bis jetzt nichts gehörte hatte. Der Autor selbst gibt dazu weitere Informationen auf seinem Blog Thrillerwerkstatt preis und ein Besuch dort ist auf alle Fälle lohnenswert!

Was das Buch allerdings nicht so recht geschafft hat, ist, dass ich mich als Leserin tatsächlich im Jahr 1966 befinde. Zwar ist der historische Bezug mit der Aufteilung Deutschlands in die Besatzungszonen bzw. die Situation an der Grenze zur DDR beschrieben und auch eindeutig in die Handlungen eingebunden, aber ich musste mich dennoch oft daran "erinnern", dass wir in einer anderen Zeit sind. Vielleicht, weil "cool" für mich ein Wort der 1990-iger ist und Anna Winter für mich auch sehr emanzipiert wirkt und sehr forsch ist, was man ihrer Person durchaus abnimmt, aber mir als Kinder der 1980-iger einfach nicht so recht in mein Bild der 1960-iger passt.
 
Dafür, dass ich bisher keine Krimis gelesen habe, muss ich sagen, dass mir dieser Kriminalroman insgesamt ganz gut gefallen hat und auch mein Interesse an diesem, für mich neu entdeckten Genre geweckt hat.  Für mich ein solider und klassischer Kriminalroman mit seinem Helden, dem Bösewicht und seinen Komplizen und was natürlich nicht fehlen darf, eine dynamische und pfiffige, junge Frau, die dem Helden nicht nur einmal zur Seite steht. Wem also ein klassischer Krimi wie z. B. "Paul Temple und..." gefällt, dem wird sicherlich auch "Welfengold" gefallen und sicherlich werden noch weitere Abenteuer auf Jarre Behrend warten. Ich bin jedenfalls schon gespannt und freue mich darauf!






7. März 2013

***Neues Lesefutter***

Endlich hat es der Postbote gut mit mir gemeint und hat mir meine Bestellung zugestellt, dieses Mal wieder ganz im Zeichen der Lovelybooks-Aktion "Debütautoren 2013". Und das sind die Bücher, für die ich mich entschieden habe:


Männerwirtschaft erzählt die Geschichte von Götz, der an Stelle seiner Frau die Elternteilzeit nehmen wird und der mit vollem Enthusiasmus an die neue Aufgabe als Hausmann und Vater herangeht,sich um seinen Sohn kümmert und dabei die Erfahrung muss, dass das doch nicht alles so einfach ist. 
Ich denke mal, dass dieser Roman sicherlich mit der ein oder anderen Anekdote aufwartet und freue mich schon auf sicherlich recht entspannte Leselektüre. 

Interessiert hat mich auch die Geschichte von Gefährlich begabt - Talent #1, einem Fantasyroman. Anna hat das Talent ihrer verstorbenen Tante geerbt: Sie kann als Medium Kontakt mit den Toten aufnehmen. Da skrupellose Erbschleicher umherziehen, die begabten Menschen ihre Talente rauben, ist auch Anna in Gefahr. Die Hexe Marla nimmt sich ihrer an und hilft ihr, mit ihrer besonderen Gabe umzugehen. Und Anna muss sich ausgerechnet in Marlas Ziehsohn verlieben...noch weiß sie nicht, dass eine Prophezeiung von ihr verlangen wird, ihn umzubringen...

Dann habe ich mich für meinen ersten Krimi entschieden: Welfengold, den ich bereits zu Ende gelesen habe und der mir insgesamt ganz gut gefallen hat. Hier geht es um den Kunsthistoriker Jarre Behrend, der als Unternehmener Abenteuertouren anbietet. Einer seiner ersten Kunden ist ein britischer Colonell, dessen Vater nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Teile des Welfenschatzes gefunden haben möchte und kurz darauf ermordet wurde. Behrend und der britische Colonel begeben sich gemeinsam auf die Suche und verfolgen hinterlassene Hinweise. Sie haben Erfolg, aber sie sind nicht die einzigen, die an dem verloren geglaubten Schatz Interesse haben!


Und am sehnlichsten habe ich dieses Mal, ebenfalls ein Fantasy-Roman, auf Zurück nach Hollyhill gewartet. Hier geht es um die siebzehnjährige Emily, die nach dem Abitur einen, von ihrer verstorbenen Mutter hinterlassenen Brief erhält, in dem sie Emily bittet, nach England zu reisen und das Dorf aufzusuchen, in dem sie aufgewachsen ist. Nur ist dieses Dorf in keiner Karte verzeichnet! Emily macht sich auf die Reise. Es geht um Familiengeheimnisse, die gelüftet werden, um den Jungen Mat, der sehr zurückhaltend ist, ihr aber als Einziger auf einer unfassbaren Reise beisteht, Abenteuer und die erste Liebe!
Ich freue mich schon ganz doll auf neue tolle Lesestunden!!


4. März 2013

(*rezension*) Worte sind nicht meine Sprache

(*rezension*)Worte sind nicht meine Sprache

Völlig überraschend habe ich eine Leseexemplar dieses Buches zur dazugehörigen Leserunde bei Lovelybooks gewonnen. So groß die Freude darüber auch war, so lange musste ich nun auch darauf warten bis endlich das Buch in den Händen halten und mit dem Lesen loslegen konnte...


Autor: Aidan Chambers
Homepages des Autors: www.aidanchambers.co.uk 
 
Originaltitel: Dying to Know You

Fester Einband, 304 Seiten

Verlag: Knesebeck (19. Februar 2013)
Homepage des Verlages: www.knesebeck-verlag.de 
 
Genre: Kinder- und Jugendbuch

 EUR 16,95 (D) - 24,50 sFr - EUR 17,50 (A)
 
  - -> Leseprobe < - -  

Welche Sprache hat die Liebe?

Karl, ein Junge aus einfachen Verhältnissen, ist verzweifelt. Das Mädchen Fiorella, in das er sich verliebt hat, verlangt von ihm, ihr Briefe zu schreiben: über sich, sein Leben und seine Gefühle für sie. Und so steht er eines Tages vor der Tür von Fiorellas Lieblingsschriftsteller und bittet ihn, diese Briefe für ihn zu schreiben. Entgegen aller Vernunft - und weil er in dem Jungen etwas Besonderes spürt - erklärt sich der alte Mann daran zu bereit. Doch das führt zu einer Kette ungeahnter Verwicklungen und fast in eine Katastrophe, die das Leben für sie alle von Grund auf verändert...

"Egal, wie sehr man jemanden liebt, man sollte immer etwas für sich behalten. Nie alles geben. Sonst kann man nicht man selbst sein.  Und beim Tod seines Vaters hatte Karl das Gefühl, als wäre er mit ihm gestorben. Das hat die ganzen Probleme ausgelöst. Er versucht mühsam, sich selbst zu finden. Will wissen, wer er ist. Was er ist." (Seite 252)
Der ruhige und introvertierte Karl ist verzweifelt. Weil es ihm schwer fällt, sich gegenüber seiner Freundin Fiorella zu öffnen und von seinen Gefühlen zu erzählen, verlangt sie von ihm, dass er dies mit Hilfe von Briefen tut und ihr ihre Fragen beantwortet. Die einzige Lösung die Karl sieht, ist, dass er Fiorellas Lieblingsschriftsteller aufsucht und ihn bittet, in seinem Namen die Briefe zu verfassen. Zuerst möchte dieser ablehnen, aber da er etwas besonderes in Karl sieht, sagt dieser überraschenderweise zu. Dies ist der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Karl und dem Autor, die sich im Grunde sehr ähnlich sind. Und nicht nur der Autor hilft Karl, sondern Karl hilft auch dem Autor. 

Als ich mich bei der Leserunde beworben habe, ist mir zu allererst das Cover aufgefallen, dass in einem wunderschönen zarten türkis und weiß gehalten ist und auf dem ein Goldfisch (und sein Spiegelbild) zu sehen sind. Fische spielen auch eine Rolle im Buch, denn ein Hobby von Karl ist das Angeln und so still und leise wie man beim Angeln sein muss, ist Karl. 

Anfangs hatte ich kurzweilig - warum auch immer - das Problem, dass ich nicht recht auseinanderhalten konnte, wer im Gespräch von Karl und dem Schriftsteller nun derjenige ist, der jetzt eigentlich spricht, aber nach einigen Seite hatte ich mich gut in die Geschichte eingefunden. Überraschenderweise wird diese nicht, wie man es vielleicht erwartet, aus Sicht des achtzehnjährigen Karls berichtet, sondern aus Sicht des Schriftstellers, dessen Namen man im gesamten Buch nicht erfährt.

Ebenfalls hatte ich erwartet, dass die Briefe, die Karl seiner Freundin Fiorella schreiben soll und bei diesen Karl die Hilfe des Schriftstellers in Anspruch nimmt, wesentlich mehr im Mittelpunkt stehen würden. Doch das Buch überrascht mit einer insgesamt sehr ruhigen und mitunter nachdenklichen Geschichte, in der es nicht vorrangig um die Liebe geht, sondern darum, sich selbst zu finden, sein eigenes Ich zu finden und Unsicherheiten zu überwinden. Wie wichtig dabei eine Bezugsperson ist, zeigt dieses Buch hervorragend mit der aufgrund des Altersunterschiedes doch eher außergewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Schriftsteller und Karl. 

Insgesamt ist die Idee zum Buch sehr schön, wenn auch vielleicht die Umsetzung nicht immer ganz gelungen ist. Ich finde, dass die an sich schon sehr ruhige Geschichte im letzten Drittel einiges an Handlung und Dynamik verliert. Die Charaktere finde ich insgesamt sehr gut dargestellt; der Schriftsteller, der nicht nur die Gespräche z. B. mit Karl wiedergibt, aber als Erzähler fungiert. Karl, der im Laufe des Buches dem Leser ein Stück immernoch entfernt und unscheinbar bleibt, was sicherlich so vom Autor auch gewollt ist, um zu untermauern, dass Karl ein wortkarger, in sich gekehrter Charakter und vielleicht auch ein Einzelgänger ist. Und natürlich auch Fiorella, die ein komplett anderer Typ als Karl zu sein scheint; wesentlich selbstsicherer und auch etwas verwöhnt. Zumindest ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass die beiden irgendwie nicht zusammengehören.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gefallen, auch wenn ich mir von der Geschichte etwas mehr oder auch etwas anderes erhofft hatte. Im letzten Drittel habe ich etwas Leselust eingebüßt, einfach weil die Handlung meines Erachtens ins Stocken kam. Dennoch behandelt das Buch ein für Jugendliche sehr wichtiges Thema und ich denke, dass es dennoch seinen Zuspruch findet. Positiv hervorheben muss ich auf alle Fälle, dass der Schriftsteller mit derart präszisen Worten Dinge ausdrückt oder Themen anspricht, die man ruhigen Gewissen als hochphilosophisch nennen darf, denn aus Sicht des Schriftstellers sind Worte definitiv seine Sprache! 
Trotzdem hat mich das Buch nicht vollends mitgezogen, deshalb vergebe ich "nur" drei Leseeulen.





Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Knesebeck-Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars!

25. Februar 2013

(*rezension*) Paradiessucher

(*rezension*)Paradiessucher

Nachdem ich in der vergangenen Woche bereits "Wen küss ich und wenn ja, wie viele" von Mara Andeck für die Lovelybooks-Aktion "Debütautoren 2013" gelesen habe, stand diese Woche ebenfalls im Zeichen dieser Aktion. Den Titel, den ich mir ausgesucht habe, ist "Paradiessucher" von Rena Dumont. 




Autorin: Rena Dumont
Homepage der  Autorin: www.renadumont.de

Flexibler Einband: 304 Seiten

Verlag: Hanser Verlag, 1. Auflage (28. Januar 2013)
Homepage des Verlages: www.hanser-literaturverlage.de

Sprache: Deutsch

Genre: Kinder- und Jugendbuch

Preis: 14,90 EUR (D), 15,40 EUR (A), 21,90 sFR



        - - > Leseprobe < - - 



(Klappentext)

Die siebzehnjährige Lenka träumt schon lange davon, mit ihrer Mutter in den Westen zu gehen. Sie hat genug vom bornierten Leben in der böhmischen Kleinstadt, sie möchte Schauspielerin werden, West-Jeans tragen und sich endlich nicht mehr wegducken müssen. 
Doch wie schwer so eine Entscheidung ist, merkt man erst, wenn es ernst wird: die Heimat, alle Freunde und Verwandten zurückzulassen. Die Erinnerungsstücke. Und Pavel, die erste Liebe. Das fremde Land macht es einem auch nicht leicht. Das soll es also sein, das langersehnte Paradies?
Eins steht fest: Zurück können sie nicht. Und langsam gewöhnen sie sich an die verrückte Welt des Asylbewerberheims. An deutsche Zungenbrecher wie >>Landratsamt<< und >>Beamtensesselfurzer<<. Und an die Menschen in ihrem neuen Leben.
"Jetzt ziehst du wieder den Schwanz ein. Erinnere dich an die Schikanen deiner Vorgesetzten. Wie diese opportunistischen Arschlöcher mich nicht auf das >großartige Prager Konversatorium< gelassen haben, wie erniedrigend das war, wie wir geheult haben.

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Wir dürfen nie etwas sagen, wir halten das Leben lang die Schnauze."

Rena Dumont wurde 1969 im tschechischen Prostejov geboren. Nach zwei misslungenen Versuchen einen Studienplatz am dortigen Schauspielkonversatorim zu bekommen, flüchtet sie im Alter von 17 Jahren zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland. Beide verbringen die erste Monate in einem Asylantenheim bis sie später nach München gehen. Nach vier Jahren in der bayrischen Hauptstadt und trotz sprachlicher Defizite erhält Rena Dumont einen Studienplatz an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und schließt dieses mit Diplom ab. Inzwischen besitzt sie zahlreichen Theater- und Filmerfahrung. Ebenfalls schreibt sie Drehbücher und Kurzgeschichten. Am 28. Januar dieses Jahr erschien im Hanser Verlag ihr teils autobiografisches Erstlingswert "Paradiessucher", das ebenfalls im März auf der Leipziger Buchmesse präsentiert wird. (Quelle: www.renadumont.de)

"Paradiessucher" erzählt die Geschichte von  der alleinerziehenden Mutter Nadja und ihrer siebzehnjährigen Tochter Lenka, die in der damaligen Tschechoslowakei leben und dem starren Leben des damaligen herrschenden Systems überdrüssig sind. Hinzukommt, dass Lenka sich nichts sehnlicher wünscht als Schauspielerin zu werden, sie aber bei der Aufnahmeprüfung am Prager Konversatorium aufgrund der Präsentation eines Werks eines amerikanischen Künstlers scheitert und ihr ebenso Beziehungen zur bzw. Empfehlungen der Partei fehlen. Als völlig unerwartet für beide ein Visum für einen zweiwöchigen Aufenthalt in Deutschland in Haus flattert, steht für Lenka vollkommen außer Frage, was zu tun ist. Auf ins Paradies! Auch wenn es bedeutet, sich von seiner ersten Liebe zu trennen, sich von seiner Familie möglicherweise für immer zu verabschieden...Aber ist das die richtige Entscheidung? In Deutschland erwartet beide eine nervenaufreibende Zeit, mit vielen Ängsten und Zweifeln.

Rena Dumont schreibt in ihrem Erstlingswerk sehr offen, direkt und völlig unverblümt ihre teils autobiografische Geschichte. Aufgefallen ist mir, dass die beiden Hauptcharaktere in manchen Momenten ihre Rolle vertauschen. Oftmals ist die Mutter so aufgeregt, total nervös, ängstlich und unsicher ("Wo ist er hin?", flüstere ich, als sich meine Mutter nach einer Weile neben mich ins Bett legt. "Wer?" "Dein Mut."), während Lenka geradezu von Stärke, Selbstbewusstsein und Überzeugung strotzt und somit ihre Mutter in manch wichtigen und entscheidenden Momenten mitzieht. Für eine 17-Jährige fand ich das mitunter sehr beeindruckend, manchmal fast schon ein wenig unglaubwürdig bzw. ich war doch sehr verwundert. Hat man mit 17 schon so eine starke, gefestigte Persönlichkeit ("Mami, wenn du nicht gehen willst, dann gehe ich allein...") und kann man in einigen Momenten mit 17 auch schon so >abgeklärt< sein? ("Marian und ich haben kein Bett, in dem wir miteinander schlafen können. In unserem Zimmer hält sich meistens meine Mutter auf, in seinem vier Albaner, drei Jugoslawen und ein Slowake...Manchmal tun wir es einfach nachts auf seinem Hochbett...") Nichtsdestotrotz besitzt Lenka einen wirklich starken Charakter. Eindrucksvoll nimmt sie Dinge selbst in die Hand und erhält beispielsweise die Genehmigung zum Schulbesuch um Deutsch lernen zu können.

Insgesamt macht das Buch auch vom Schreibstil her einen guten Eindruck. Es ist in viele kürzere Kapitel aufgeteilt, sehr flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Die Gedanken und Gefühle von Lenka sind sehr gut beschrieben und man kann sich somit als Leser sehr gut in ihre Lage versetzen.

Mir hat das Buch gut gefallen; allein schon deshalb, weil ich meine ersten Kindheitsjahre noch zu DDR-Zeiten erlebt habe und ich mich an viele Dinge erinnere bzw. nachvollziehen kann, z. B. das über Politik nur - wenn überhaupt - im Flüsterton geredet wurde und man trotzdem Angst hatte, dass das Gesagte nach außen getragen werden könnte. Sicherlich gibt es unzählige gleiche oder ähnliche Geschichten der Flucht und der Zeit des Asylantenheims, aber ich meine, dass jede dieser Geschichten es wert ist, erzählt zu werden, denn diese Geschichten berühren nicht nur, sie sind oftmals auch sehr traurig und schockierend, aber gleichzeitig auch Zeugnis von unglaublichem Mut, sich einer derart ungewissen Zukunft zu stellen. Ich kann dieses Buch auf alle empfehlen; an diejenigen, die sich für diese Zeit der Geschichte sowie deren Schicksale interessieren, aber auch denen, die damit kaum in Berührung gekommen sind, weil diese Geschichten zeigen, wie viel Mut viele Menschen aufbringen mussten, um einen solchen Schritt zu wagen und dass da so sehnlich herbeigesehnte Paradies ein durchaus sehr dehnbarer Begriff sein kann.



12. Februar 2013

Leserunde: Worte sind nicht meine Sprache

Liebe Leseeulchen!

In der vergangenen Woche staunte ich nicht schlecht als ich eine Nachricht vom Knesebeck-Verlag im Postfach hatte, mit der Bitte um Bekanntgabe meiner Wohnanschrift. Genauer gesagt, musste ich die Mail mehrfach lesen, weil ich es einfach nicht glauben konnte! Ich hatte mich um ein Leseexemplar für die Leserunde von "Worte sind nicht meine Sprache" von Aidan Chambers bei Lovelybooks beworben - und tatsächlich ein Exemplar gewonnen!! Was für eine riesige Freude!! 
 
Hier schon mal als Vorgeschmack das Cover und die Inhaltsangabe: 


Karl ist verliebt und verzweifelt zugleich: Der 18-Jährige soll eine Reihe von Briefen verfassen, durch die Fiorella, das Mädchen seiner Träume, mehr über ihn und seine Geheimnisse herausfinden will. Doch Karl leidet an Legastenie, und so fasst er einen ungewöhnlichen Plan: Er bittet Fiorellas Lieblingsautor um Hilfe, nicht ahnend, dass dies zu einer Kette ungeahnter Verwicklungen führ und fast in einer Katastrophe endet, die das Leben für sie alle von Grund auf verändert...(Bild: www.lovelybooks.de)



Während viele schon in die Leserunde gestartet sind, muss ich mich noch etwas gedulden, da der Versand ins Ausland ein paar Tage länger in Anspruch nimmt. Und das, wo es mir schon so doll in den Fingern juckt!! *seufz*

Liebe Grüße vom abwartenden und Tee trinkenden
Leseeulchen


9. Februar 2013

(*rezension*) Wen küss ich und wenn ja, wie viele?

(*rezension*) Wen küss ich und wenn ja, wie viele?


Nachdem ich ja bereits vor knapp zwei Wochen berichtet hatte, dass die ersten Bücher für die Aktion "Debütautoren 2013"  bei Lovelybooks angekommen seien, habe ich mir nun endlich das erste Buch schnappen dürfen. Meine Entscheidung fiel auf das Debüt von Mara Andeck: Wen küss ich und wenn ja, wie viele?

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Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
(auch in der Kindle-Edition erhältlich)

Verlag: Bastei Lübbe (Boje), 1. Auflage (11. Januar 2013)
Homepage des Verlages: www.luebbe.de/ www.boje-verlag.de

Sprache: Deutsch

Genre: Kinder- und Jugendbuch



Sechszehn und ungeküsst

Lilia hat es satt! Da sitzt sie nun an ihrem 16. Geburtstag - die erhoffte Überraschungsparty ist nicht in Sicht, die nächste Klassenarbeit droht, aber das Schlimmste: Lilia hat noch nie einen Jungen geküsst. Das muss sich ändern! Wie passend, dass Lilia sowieso gerade damit beschäftigt ist, ihr Bioreferat zum Thema "Balzverhalten im Tierreich" vorzubereiten. Immerhin sind Menschen auch nur Tiere ohne Fell. Und so beschließt sie kurzerhand, ihr neues Wissen einfach auf ihr eigenes Liebesleben anzuwenden...Ziel des Ganzen: Am Ende will Lilia küssen - und zwar unbedingt den Richtigen!


"Außerdem kenne ich Tom seit dem Kindergarten. Ich war dabei, als er Klara Mayer in den Zopf gebissen hat. Ich habe ihn getröstet, als er deswegen keinen Nachtisch bekam. Ich bin für ihn entrüstet zur Kindergartentante gestapft, weil es ja überhaupt nicht wehtut, wenn man jemanden in den Zopf beißt. Und als sie nicht einlenkte, habe ich ihm meinen Nachtisch geschenkt (Grießbrei, mag ich sowieso nicht.) So beginnen Freundschaften, aber keine Affären." (Seite 42)
"Es dauerte keine Minute, da war der Zettel wieder bei mir. Unter meiner Liste stand: >>Nummer drei und vier kapier ich nicht.<< Ich seufzte tief, dann gab ich es ihr schriftlich. >>Rein äußerlich darfst du nicht aus der Menge herausstechen, sonst picken alle nur mit den Schnäbeln nach dir und du bist schnell unten in der Hackordnung. Aber während du scheinbar unscheinbar mit den anderen mitläufst, musst du dich auch mal was trauen, um die Männchen auf dich aufmerksam zu machen.<< Maiken runzelte die Stirn und dachte nach." (Seite 199) 

"Wen küss ich und wenn ja, wie viele" ist der Debütroman von Maria Andeck, der im Boje-Verlag erschienen ist. Sie studierte Journalismus und Biologie und verbindet in ihrem Debüt ihre Erfahrungen mit Jugendlichen und ihr Interesse für Biologie, gepaart mit einer ganzen Menge Erzählhumor. 
Es geht um Lilia, die ihren 16. Geburtstag hat und vor dem neuen Fernseher sitzt, den sie bekommen hat. Eigentlich hatte sie auf eine Überraschungsparty gehofft, aber alle ihre Freunde müssen entweder lernen. Als sie für eine nicht abgegebene Bio-Klausur ein Referat zum Thema "Balzverhalten im Tierreich" aufgebrummt bekommt, kniet sie sich richtig ins Thema...und stellt fest, dass es gar keinen so großen Unterschied zwischen Mensch und Tier gibt. Oder?!?

Als Leser erfährt man die Gedanken und Gefühle von Lilia und die Geschehnisse in Tagebuchform. Und ihr Tagebuch liest sich wirklich alles andere als langweilig. Maria Andeck bedient sich einer sympathischen, jugendlich frischen Sprache, sodass der Leser förmlich durch die Seiten fliegt, unterbrochen von dem ein oder anderen Lacher. Ergänzt wird Lilias Tagebuch mit den persönlichen E-Mails zwischen ihrem besten Freund Tom und dessen besten Kumpel. Somit erfährt der Leser Dinge, die Lilia nicht weiß bzw. nicht ahnt.

Mit der Tagebuchform lernt man nicht nur die Person Lilia sehr gut kennen, sondern auch alle anderen Charaktere des Buches; man taucht also auch in das Familienleben Lilias ein, aber man lernt genauso gut ihre Freundinnen und Freunde kennen - egal ob es sich um ihre engsten Freunde handelt oder jemand, mit dem sie gerade nicht gut klar kommt. Und ihre Theorien zum Balzverhalten im Tierreich projeziert Lilia munter auf ihre Clique.

Ein unheimlich schöne Geschichte, mit der sich eigentlich jeder identifizieren kann, da man durchaus gerade mitten in dieser Phase namens Pubertät stecken kann oder diese bereits hinter sich gelassen hat und mit diesem Buch Erinnerungen wach werden und man (lächelnd) zurückblicken kann.

Durch meinen Entschluss in diesem Jahr an der Debütautoren 2013-Aktion von Lovelybooks teilzunehmen und ich nun endlich auch mit einem Buch für diese Aktion anfangen wollte, hatte ich mich kurzerhand für dieses Buch entschieden, war aber nicht vollends überzeugt, ob beim Lesen der Funke überspringen würde. Diese Zweifel sollten sich schnell als vollkommen unbegründet herausstellen, denn nach kurzer Zeit habe ich es wirklich in vollen Zügen genossen, diese Geschichte zu lesen, zuzusehen, wenn Lilia ihre aufgestellten Theorien dem Praxistest unterzieht und eigene Erfahrungen sammelt, an die eigene Teenie-Zeit erinnert zu werden...Herausgekommen ist , dass ich während des Lesens wahnsinnig viel und herzhaft lachen musste und mich bestens unterhalten gefühlt habe. Meiner Meinung also ein absolut empfehlenswertes Buch - nicht nur für die jugendlichen Mädels, sondern auch für die "älteren". (Und im Herbst dieses Jahres soll es sogar schon die Fortsetzung geben!)


28. Januar 2013

***Neues Lesefutter***

Hallo liebe Leseeulen!

Mein Montag hat heute gleich mit neuem Lesefutter begonnen. Im Rahmen der Aktion Debütautoren 2013 habe ich entschieden, dass folgende beide Bücher den Anfang machen werden. Ich bin schon ganz gespannt, was mich da erwartet. Aber Eile mit Weile, denn auf alle Fälle werde ich das Buch, das ich gerade lese, auf alle Fälle zu Ende bringen.


Wen küss ich und wenn ja, wie viele? 
 - Mara Andreck - 

Sechszehn und ungeküsst

Lilia hat es satt! Da sitzt sie nun an ihrem 16. Geburtstag - die erhoffte Überraschungsparty ist nicht, die nächste Klassenarbeit droht, aber das Schlimmste: Lilia hat noch nie einen Jungen geküsst. Das muss sich ändern! Wie passend, das Lilia sowieso gerade damit beschäftigt ist, ihr Bioreferat zum Thema >>Balzverhalten im Tierreich<< vorzubereiten. Immerhin sind Menscen auch nur ihr neues Wissen einfach auf ihr eigenes Liebesleben anzuwenden...
Ziel des Ganzen: Am Ende will Lilia küssen - und zwar unbedingt den Richtigen!

Lilias Tagebuch - unverwechselbar erzählt und zum Lautlachen komisch





Paradiessucher
 - Rena Dumont -

1986 in einer tschechischen Kleinstadt. Lenka ist 17 und hat große Träume. Schauspielerin möchte sie werden, endlich frei sein, sagen, was sie will, fahren, wohin sie will, kaufen, was ihr gefällt. Als sie und ihre Mutter ein Visum für zwei Wochen Deutschlandurlaub erhalten, ist das ihre große Chance...




Dann kann es also bald losgehen!!


16. Januar 2013

News: Neue Aktion

Schon öfter habe ich mit der ein oder anderen Lesechallenge geliebäugelt und mich dann doch dagegen entschieden, weil es irgendwie nicht passte. 

Entweder war die vorgegebene Anzahl der zu lesenden Bücher recht hoch und meine Bereitschaft, meine anderen Hobbies (etwas) zu vernachlässigen, einfach nicht gegeben (und lesend bin ich ehrlich gesagt nun auch nicht gerade der "rasende Roland") oder aber die Vorgabe, dass beispielsweise nur Neuerscheinungen für die Challenge gelesen werden sollen, nicht nur sehr kostenintensiv sein kann, sondern ich auch noch über eine ganz gute Auswahl ungelesener Bücher verfüge, denen ich gerne - oder zumindest teilweise - den Vortritt geben möchte. 

Beim heutigen Durchstöbern der Literaturplattform Lovelybooks bin ich allerdings zufällig auf das Thema "Debütautoren 2013" gekommen und es hat sozusagen sofort >Zoom< gemacht! Aber seht selbst! --> KLICK <--

Euer Leseeulchen